Schallschutz im Büro

Eine wichtige Voraussetzung für ein konzentriertes Arbeiten, ist eine akustische Raumqualität. Dabei sind störende Geräusche meistens keine große Hilfe. Diese rein physikalischen Schwingungen und Druckwellen werden als Schall bezeichnet. Je nach Einstellung und Befindlichkeit des Hörers werden sie als Lärm empfunden.

Grundbegriffe:

Raumakustik:

Die Raumakustik ist ein Teilgebiet der Akustik, welches sich mit den Auswirkungen der Schallereignisse in Räumen befasst. Dabei geht es hauptsächlich um die Wahrnehmqualität von Schallereignissen. Ein wichtiger Teil der Raumakustik ist die Nachhhallzeit.

Bauakustik:

Die Bauakustik umfasst das Teilgebiet der Akustik,  das sich mit den Auswirkungen der Schallereignisse zwischen den Räumen innerhalb eines Gebäudes beschäftigt. Im Vordergrund stehen Luftschall- und Körperschallübertragung von Bauteilen. Schalldämmung und Trittschalldämmung wirken gegen den Schall zwischen Räumen.

Nachhallzeit:

Die Nachhallzeit gibt den Zeitraum an, der vergeht, bis der Schall unhörbar ist (60 dB). Die Größe der Nachhallzeit hängt von den Absorptionsfähigkeiten der Wänden, Möbeln, usw. ab. Die Nachhallzeit dient zu Beschreibung der akustischen Güte eines Raums.
Kirchen kommen auf die längsten Nachhallzeiten ( durchschnittlich 4 bis 8 Sekunden), die Semperoper in Dresden hat bis zu 1,6 Sekunden Nachhallzeit, in Klassenräumen sind es meist nur 0,6 Sekunden.

Frequenz:

Als Frequenz wird die Anzahl von Schwingungen pro Sekunde bezeichnet. Frequenzen werden in Herz (Hz) angegeben. Der Mensch ist fähig, Geräusche zwischen 20 Hz und 20000 Hz wahrzunehmen. Das menschliche Herz hat im ruhenden Körper eine Freuenz von ca. 0,8-1,5 Hz.

Schalldruckpegel:

Mit dem Schalldruckpegel, kann man die Stärke eines Schalles beschreiben. Ein Fernseher auf Zimmerlautstärke erreicht einen Schalldruckpegel von 60 dB. Menschen können bis zu 120 dB wahrnehmen. Eine tickende Armbanduhr wird mit 20 dB vom Mensch als sehr leise empfunden, starker Verkehr ( 80 dB) als sehr laut.

Schallabsorptionsgrad:

Der Schallabsorptionsgrad gibt an wie viel Schall eine Fläche aufnimmt. Wenn α = 0 findet keine Absorption statt, dass heißt, dass keine Schallenergie "verschluckt" wird. Bei  α = 0,5 wird die Hälfte der Schallenergie aufgenommen und die Hälfte reflektiert und somit wieder an den Raum abgegeben. Wenn α = 1 findet eine vollständige Absorption statt, hierbei wird die Schallenergie vollständig aufgenommen.

Hörsamkeit:

Die Hörsamkeit ist die Wirkung, einer akustischen Eigenschaft eines Raumes. Hörsamkeit ist keine physikalische Eigenschaft, sondern eine psychologische Wirkung.

Spektrum:

Das (Frequenz-)Spektrum ist die Zusammensetzung von verschiedenen Frequenzen. Reine Töne entstehen durch einzelne Frequenzen. Unterschiedliche Frequenzen bilden eine Überlagerung von Tönen (Geräusche).

Schallabsorption:

Bei der Schallabsorption wird Schallenergie in andere Energieformen umgewandelt. Das wird mit schallabschirmenden Elementen erziehlt.
Diese unterbrechen die Ausbreitung zwischen Schallquelle und Hörer. Beispielsweise wird die Schallenergie in den Poren eines Schaumstoffes durch Reibung in Wärmenergie umgewandelt. Somit wird weniger Schallenergie an den Raum abgegeben.


Schallabschirmende Elemente:

ASSMANN bietet eine große Auswahl an Einrichtungsmöglichkeiten mit verschiedenen schallabschirmenden Elementen:

Deckenabsorber:


Deckenabsorber sorgen für eine individuelle Deckengestaltung und sind möglich in allen Raumkonzepten. Außerdem kann man Leuchtsysteme integrieren.
 

Akustikbild:


Akustikbilder wirken sehr dekorativ, sind leicht austauschbar und flexibel. Im Ramen des Bildes ist eine Schaumfüllung enthalten, die den Schall absobiert. Die bespannte Oberfläche besteht aus einen Schallschutzmaterial.


Wandabsorber:

Wandabsorber mindern die Schallreflektion an den Wänden. Sie sind dekorativ, den Räumen anpassbar und können aus verschiedenen Materialien bestehen (Metall, Holz, usw.). Hinter diesen Materialien ist oft ein Schaumstoff eingebaut, der gut gegen den Schall wirkt. Es ist möglich, Leuchtsysteme zu integrieren.


Stellwand:


Stellwände sind sehr flexible schallabschirmende Elemente. Sie sind oft auf Rollen gebaut, so dass man die Raumstruktur leicht verändern kann. Ohne Umbau können Räume einfach umgeräumt und anders gestaltet werden.
Hinter der bespannten Fläche ist Schaumstoff integriert, welcher die Nachhallzeit im gesamten Raum reduziert.


Trennwand:


Trennwände bieten sehr guten Schallschutz und geben Räumen eine Struktur bis hin zur Unterteilung in einzelne Räume bzw. Kabinen. Trennwände können aus verschiedenen Materialien bestehen: einige bestehen aus Plastik, andere aus Textilien und Schaumstoff, wieder andere aus Glas oder Holz.
 

Raumtyp:

Einzelbüro:

In Einzelbüros werden meist keine schallabschirmenden Elemente benötigt.

2- Personen- Büro:


In 2- Personen- Büros eignen sich Stellwände oder Schallabsorber an der Decke, über den Arbeitsplätzen besonders. Die Positionen der schallabschirmenden Elemente sollten von Anfang an in die Raumplanung einbezogen werden.


Gruppenbüro:

Gruppenbüros können durch Trenn- und Stellwände gut strukturiert und abgegrenzt werden. Außerdem kann der Schall gut durch Schränke und Regale eingedämmt werden.


Besprechungsraum:

In Besprechungs- bzw. Vortragsräumen ist es wichtig, dass der Sprecher von allen Zuhöhrern gut verstanden werden kann. Desshalb müssen schallabschirmende Elemente ideal positioniert werden. Die mittlere Deckenfläche und die gegenüberliegende Wand des Sprechers sollten schallreflektierend sein.


Cafeteria:



In einer Cafeteria sollte die Nachhallzeit so gering wie möglich sein. Mit Stellwänden können Zonierungen entstehen, welche zusätzlich gegen den Schall wirken.